Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm des Jobcenters Bremen

In der Freien Hansestadt Bremen werden im Jahr 2020 mehr als 80.000 Menschen durch das Jobcenter mit Sozialleistungen unterstützt. Die Arbeitslosenquote lag zuletzt bei 9,7 Prozent. Das Jobcenter Bremen verfügt über ein Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm, das jährlich angepasst und neu beschlossen wird. Darin werden Strategien und Ziele der Arbeitsmarktpolitik des Jobcenters beschrieben.

Ziel der Bremer Arbeitsmarktpolitik

Ziel der Leistungen ist die Grundsicherung der Leistungsempfänger, wie die Sicherung des Lebensunterhalts sowie der Kosten der Unterkunft, um die Leistungsempfänger auf dem Weg zurück in die Beschäftigung aktiv zu unterstützen.

Herausforderungen bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt

Trotz Bereitstellung einer Grundsicherung in Form von Hartz IV gelingt es nicht allen Leistungsempfängern, eine neue Arbeit zu finden. Dies hat in der Regel verschiedene Gründe, häufig scheitert die Arbeitssuche an fehlender Berufserfahrung oder mangelnder Qualifikation. Denn viele Arbeitgeber legen großen Wert auf gute Schul- oder Berufsabschlüsse sowie Schlüsselqualifikationen wie Sprach- oder Computerkenntnisse. Weitere Hinderungsgründe können auch ein hohes Alter, eine Behinderung oder psychische sowie physische Erkrankungen sein.

Strategien für die Zukunft

Das Jobcenter hat daher verschiedene Integrationsschritte entwickelt, um den Leistungsempfängern die Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Dabei hat es für das Jahr 2019 die folgenden fünf Handlungsschwerpunkte und Zielgruppen festgelegt, um den identifizierten Herausforderungen in Bremen zu begegnen:

  • Qualifikation: Im Fokus soll die Weiterbildung von Leistungsempfängern sein, möglichst soll der Erwerb anerkannter Berufs- oder Schulabschlüsse gefördert werden.
  • Langzeitarbeitslose: Leistungsempfänger, die sich bereits seit zwölf Monaten in der Arbeitslosigkeit befinden, sollen besonders gefördert werden.
  • Frauen und Alleinerziehende: Es wird eine besondere Förderung von Frauen sowie alleinerziehenden Eltern angestrebt.
  • Junge Menschen: Jungen Menschen unter 25 Jahren soll der Erwerb eines Berufs-oder Studienabschlusses erleichtert werden.
  • Geflüchtete: Menschen mit Fluchthintergrund soll die Beschäftigung ermöglicht werden.

Insgesamt strebt das Jobcenter Bremen zukünftig die Gleichberechtigung der Geschlechter an. Außerdem versucht es, die Gesundheitsförderung der Leistungsempfänger stärker zu berücksichtigen. Dafür wurde auch im Jahr 2019 ein besonderes Eingliederungsbudget zur Verfügung gestellt.